Escrima - Selbstverteidigung mit und ohne Waffen
Ursprung Escrima hat seinen Ursprung auf den Philippinen, deren Bevölkerung sich in der Vergangenheit immer wieder gegen ausländische Aggressoren zur Wehr setzen musste. Einige Kampfstile der Filipinos haben bis heute überlebt und entwickeln sich auch immer noch weiter.
Ein komplettes Kampfsystem Escrima wird oft fälschlicherweise als reines Stockkampf- oder Waffenkampfsystem propagiert. Escrima ist jedoch ein komplettes Kampfsystem, das Konzepte und Techniken für den Kampf mit und ohne Waffen beinhaltet. Escrima ist kein starrer, lebloser und versportlichter Kampfsport, sondern ein dynamisches, lebendiges und progressives Kampfsystem zur effektiven Selbstverteidigung.
Stöcke, Klingen & Alltagsgegenstände Im Escrima wird mit unterschiedlichen Waffen trainiert. Die Waffen lassen sich grob in zwei Kategorien einteilen:
Stumpfe Waffen: Palmstick (oder auch Pocketstick, Kubotan, Yawara, Dulo-Dulo, Nervenstock), Schlagstöcke, Keulen und Stäbe usw. Jegliche Stöcke zwischen 12 cm bis 2 m Länge und andere Stumpfwaffen, wie z.B. MES/Tonfa und Teleskopschlagstock fallen in diese Kategorie.
Klingen: Messer, Machete, Schwert (Bolo, Kris, Barong usw.), Anderthalbhänder (Kampilan), Schwert & Schild, Speer usw. Alles was eine Klinge hat oder scharf und/oder spitz ist.
Die Konzepte und Techniken für den Waffenkampf sind nicht nur auf “klassische/traditionelle” philippinische Waffen beschränkt, sondern lassen sich auch auf andere Waffen jeglicher Herkunft, wie z.B. Sai und Kama aus dem Kobudo, europäische Blankwaffen usw., oder auf Alltagsgegenstände anwenden.
Waffenlos - Cadena de Mano Die Konzepte des Waffenkampfes kommen auch in einer unbewaffneten Auseinandersetzung zur Anwendung und werden dementsprechend trainiert.
Selbstverteidigung mit und ohne Waffen Bei uns steht die praktische Anwendbarkeit im Vordergrund. Wir wollen nur das trainieren, was auch wirklich Sinn macht, d.h. kein “schickes” Stock-Rumgewirbel, keine komplizierten Schlagkombinationen, keine ziellosen und aus dem Zusammenhang gerissene Drills, keine festgelegten Formen, keine Prüfungen oder Graduierungen usw. Escrima ist ein Kampfsystem zur Selbstverteidigung und das soll auch das Ziel des Trainings bleiben.
Das Training mit Schwertern, Schwert & Schild, Speer usw. dient in unserer heutigen Zeit und in unserem Kulturkreis nicht mehr direkt der Selbstverteidigung. Es schult aber gewisse Fähigkeiten, die in einer realen Situation von Nutzen sind und hat somit einen indirekten Einfluss auf die Selbstverteidigung.
Training - Schritt für Schritt... Anfänger werden schrittweise an die Übungen mit und ohne Waffen herangeführt. Der Einstieg in das Training ist jederzeit möglich. Die Übungen werden den Fähigkeiten und dem Kenntnisstand der Trainierenden entsprechend angepaßt. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Trainingswaffen und den Trainingspartnern soll ein sicheres Training ermöglichen.
Neben dem Basistraining trainieren die Fortgeschrittenen auch verschiedene Kampfszenarien (Stock, Klinge, waffenlos usw.) mit spezieller Schutzausrüstung. Hier geht es nicht um einen sportlichen Aspekt (Turnier/Wettkampf), sondern darum, das Gelernte mit Kontakt und unter Stress zu praktizieren und verschiedene Situationen “durchzuspielen”. Das Kontakttraining mit Klingenwaffen wird mit Hilfe entsprechend präparierter (abgepolsterter) Stöcke praktiziert.
Mentale Haltung Bedrohliche Situationen oder gewaltsame Auseinandersetzungen bedeuten Stress und Angst. Der Umgang und das Training mit Waffen, sowie spezielle stresserzeugende Übungen und Rollenspiele, sollen den Trainierenden helfen, besser mit Stress und Angst umgehen zu können.
Gefahrenvermeidung Durch realitätsbezogene Übungen werden das Gefahrenbewusstsein und die Aufmerksamkeit geschult. Gefahrensituationen können dadurch schneller erkannt und vermieden werden.
Es ist uns besonders wichtig, dass die Trainierenden ein “gesundes” Selbstvertrauen erlangen, d.h. dass sie ihre eigenen Stärken und Schwächen kennen lernen und ihr “Gefahrenradar” sensibilisieren.
Frauenselbstverteidigung Wir bieten eine Escrima-Frauen-Trainingsgruppe an, in der das Training auf die speziellen Anforderungen von Frauen zugeschnitten ist. Mehr Informationen gibt es auf der Homepage der Frauengruppe: Frauenselbstverteidigung: www.escrima-angels.de
SPASS... Spass ist ein ganz wesentlicher Faktor des Escrimatrainings. Escrima ist nicht nur ernsthafte Selbstverteidigung, sondern es macht auch Spass, den Umgang mit traditionellen und modernen Waffen zu erlernen und die erworbenen Fertigkeiten mit anderen Trainierenden auf freundschaftlicher Basis zu erproben und zu verbessern.
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